Der türkische Außenminister Hakan Fidan und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell haben am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz über die Zukunft der Beziehungen zwischen Ankara und Brüssel gesprochen. / Photo: AA Archive (AA Archive)
Folgen

Der türkische Außenminister Hakan Fidan und der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell haben am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz über die Zukunft der Beziehungen zwischen Ankara und Brüssel gesprochen. Dabei sei es auch um die Lage im Gazastreifen und in Syrien gegangen, hieß es am Freitag aus Diplomatenkreisen.

Fidan und Borrell drückten ihre Besorgnis über die mangelnde Unterstützung der EU für die Palästinenser und das Fehlen von Sanktionsmechanismen gegen Israel aus. Sie betonten auch die Notwendigkeit, das syrische Regime in den politischen Prozess einzubeziehen, um eine friedliche Lösung des syrischen Bürgerkriegs zu erreichen.

Der türkische Außenminister forderte zudem, dass Türkiye bei den EU-Beitrittsverhandlungen nicht anders behandelt werden dürfe als andere Beitrittskandidaten. Ankara ist seit 1987 offizieller Kandidat für eine EU-Mitgliedschaft, doch die Gespräche sind seit Jahren ins Stocken geraten.

Fidan traf auch mit seinem moldauischen Amtskollegen Mihai Popsoi zusammen und bekräftigte die Unterstützung seines Landes für die territoriale Integrität Moldaus. Die beiden Minister erörterten auch Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Energie, Bildung und Verteidigungsindustrie. Sie vereinbarten, künftig hochrangige Besuche auszutauschen.

Die Münchner Sicherheitskonferenz ist eines der weltweit wichtigsten Treffen von Politikern, Diplomaten und Experten zu Fragen der internationalen Sicherheit. Sie findet vom 16. bis 18. Februar 2024 zum 60. Mal statt.

TRT Deutsch