Archivbild: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bei einer Pressekonferenz

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 1226 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit hat die Zahl der täglich gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland den höchsten Wert seit Anfang Mai erreicht. Höher lag der Wert zuletzt am 09. Mai mit 1251 registrierten Neuinfektionen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kommentierte den Anstieg der Corona-Infektionszahlen und nannte es ein Alarmzeichen. „Das ist ohne Zweifel besorgniserregend”, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im Deutschlandfunk.

Ausbreitung in fast allen Regionen Deutschlands

„Hier sehen wir, dass durch Reiserückkehr, aber eben auch durch Partys aller Art, durch Familienfeiern an ganz vielen Stellen im Land wir eben in fast allen Regionen des Landes kleinere und größere Ausbrüche haben. Und das kann natürlich – wenn wir jetzt nicht alle miteinander aufpassen – eine Dynamik entfalten.”

Anders als Mitte Juni, als es beispielsweise beim Schlachtbetrieb Tönnies in Nordrhein-Westfalen einen großen Corona-Ausbruch gab, ist der jetzige Anstieg nicht hauptsächlich auf einzelne Brennpunkte zurückzuführen. Auf Landkreisebene sind die Zahlen oft nur leicht gestiegen. Doch über alle Kreise hinweg summiert sich dieser Effekt.

Experten fürchten eine solche Entwicklung, weil sie sich nicht mit einigen wenigen harten Maßnahmen eindämmen lässt. Als Ursache für den Anstieg hatte RKI-Präsident Lothar Wieler Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln genannt.

Auswärtiges Amt weitet die Reisewarnung für Spanien aus

Währenddessen gab das Auswärtige Amt eine Warnung raus wegen der Corona-Pandemie. Das Amt rät nun auch von Reisen in Spaniens Hauptstadt Madrid und ins spanische Baskenland ab. Das Ministerium begründete dies am Dienstagabend in Berlin mit „erneut hohen Infektionszahlen”.

Bereits seit Ende Juli gilt eine Warnung vor Reisen in drei andere spanische Regionen, darunter Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona und die Strände der Costa Brava.

DPA