Symbolbild: Edeka-Supermarkt in Düsseldorf

Für einen Hamburger Edeka-Filialleiter hat die Ablehnung einer Schülerin, die er wegen ihres Kopftuches für einen Ferienjob abgelehnt hatte, nun Konsequenzen. Der Kaufmann muss laut einem Bericht der Zeitung „taz“ am Donnerstag aufgrund massiver Kritik gegen sein rassistisches Vorgehen zwei Edeka-Filialen abgeben.

Edeka-Handelsgesellschaft Nord soll diese übernommen haben, während der Geschäftsmann eine Filiale in Lübeck offenbar weiterhin betreiben darf.

Hintergrund dieser Entscheidung scheint ein Vorfall vom Juni zu sein. Der Edeka-Fillialleiter verweigerte einer Schülerin wegen ihres Kopftuches einen Ferienjob. Diese setzte sich mit einem Video auf Instagram zur Wehr. Dieses ging viral und erreichte inzwischen über 1,6 Millionen Klicks. Darin beschreibt sie den rassistischen Vorfall, wo der Edeka-Leiter eigenen Angaben zufolge sagte: „Du setzt dein Kopftuch ab, oder du kannst hier nicht arbeiten.“

Der Anwalt von Yalçın Tekinoğlu erklärte, die Schülerin habe damit gegen Diskriminierung ein Zeichen setzen wollen.

Die Pressesprecherin von Edeka, Helene Dahlke, erklärte, dass sich das Unternehmen gegen Diskriminierung stelle. „Für uns und unsere Mitarbeiter zählt nicht die Herkunft, sondern unternehmerisches Engagement und gelebte soziale Kompetenz“, unterstrich sie.

Laut einem Statement des in die Kritik gekommenen Filialleiters nehme er die von der Schülerin geäußerte Kritik ernst. Er wolle sie „entsprechend bei zukünftigen Personalentscheidungen berücksichtigen“.


TRT Deutsch