Auch Renault steht unter Verdacht, Bewerber mit europäisch klingenden  Namen zu bevorzugen. 

Am Donnerstag sind die Namen der französischen Unternehmen bekanntgegeben worden, die „eine Diskriminierung bei der Einstellung“ von Bewerbern mit maghrebinischen Namen aufweisen. Darüber berichteten am Freitag mehrere französische Zeitungen, unter anderem „Le Monde“ und „L’express“.

Insgesamt wurden 40 Unternehmen aus verschiedenen Branchen unter die Lupe genommen, sieben davon fielen beim Bewerbertest negativ auf: Air France, Renault, AccorHotels, Altran, Arkema, Rexel und Sopra Steria.

Über einen Zeitraum von drei Monaten seien 10 000 fiktive Lebensläufe an die Unternehmen geschickt worden. Während die Hälfte davon einen maghrebinischen Namen aufgewiesen habe (wie zum Beispiel Mohamed Chettouh, Jamila Benchargui), sei die andere Hälfte mit europäisch klingenden Namen versehen worden.

Laut Studien bekam die Gruppe mit maghrebinischen Namen im Vergleich zur Gruppe mit europäischen Namen 25% weniger positive Rückmeldungen.

Sechs dieser Firmen kritisierten „Le Monde“ zufolge die Studienergebnisse. In einer gemeinsamen Erklärung brachten sie ihre „Empörung“ über die „offensichtlichen Schwächen der angewandten Methodik, die zu falschen Schlussfolgerungen führt“, zum Ausdruck. Renault enthielt sich.

Anfang Januar hatte „France Inter“ bereits eine erste Version dieser Studie veröffentlicht, bei der stichprobenartig 103 Unternehmen getestet worden waren.

Die Auswertung der Ergebnisse dieser Tests ermögliche es, „gegen den Kandidaten aus dem Maghreb in nahezu allen Testgebieten eine signifikante und belastende Diskriminierung nach dem Herkunftskriterium“ festzustellen, schlussfolgerten die Experten.

TRT Deutsch