Archivbild: Ein Hafen in der Türkei (AA)

Die Vorsitzende des internationalen Zweigs der „Spanischen Konföderation der Unternehmensverbände“ (CEOE), Marta Blanco, hat die jüngsten Entwicklungen in der türkischen Wirtschaft gewürdigt. „Die Türkei ist ein strategischer Partner für die EU. Aufgrund ihrer Lage ist sie eine perfekte Drehscheibe zwischen den europäischen und asiatischen Märkten“, teilte sie am Freitag der Nachrichtenagentur Anadolu (AA) mit.

Dabei wies sie auch auf die engen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Türkei und Spanien hin. Während im Jahr 2010 noch Einfuhren aus der Türkei im Wert von etwa drei Milliarden Euro registriert worden seien, habe diese Zahl im Jahr 2019 bei rund 7,6 Milliarden Euro gelegen. Der Investitionsbestand Spaniens in der Türkei hingegen liegt laut Blanco bei über fünf Milliarden Euro. Mit der weltweiten Erholung von den wirtschaftlichen Engpässen der letzten Zeit erhoffe sie sich auch bei den bilateralen Handelsbeziehungen mit der Türkei Verbesserungen.

Blanco betonte zudem die Anreize, die Ankara ausländischen Unternehmen anbiete. Dazu gehörten etwa vereinfachte Regelungen beim Zoll und Steuersenkungen. „Die Türkei ist aktuell eine der 20 wichtigsten Wirtschaftsnationen und strebt das Ziel an, bis 2050 in die Kategorie der ersten zehn Staaten in diesem Bereich aufzusteigen“, erinnerte sie. Die aktuellen Probleme im globalen Handel begünstigten die Türkei als Investitionsland.

Zu den wichtigen Investitionsmöglichkeiten in der Türkei zählen laut Blanco etwa der Energiesektor oder die Tourismusbranche. Zudem sei in der Türkei das Humankapital besser entwickelt als in anderen Ländern.

Auch auf die Rolle der Türkei in der internationalen Wirtschaft ging Blanco ein: „Aufgrund der verschiedenen Freihandelsabkommen mit zahlreichen Staaten aus Asien, dem Nahen Osten und den Maghreb-Staaten sowie der Zollunion mit der EU gilt die Türkei als ein wichtiges Handelszentrum in der Region.“

TRT Deutsch