Verteidigungssysteme aus der Produktion von ASELSAN. 

Der Umsatz des türkischen Verteidigungsunternehmens ASELSAN ist im vergangenen Jahr um 24 Prozent gestiegen. Der Jahresumsatz wuchs damit auf 2,23 Milliarden US-Dollar, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte.

Der größte türkische Rüstungshersteller erzielte demnach 2020 einen Nettogewinn von 630 Millionen US-Dollar. Das sind 33 Prozent mehr als im Vorjahr.

Trotz der „negativen Auswirkungen der Pandemie“ sei es gelungen, neue Exportverträge zu schließen. Ausfuhren ins Ausland hätten 450 Millionen US-Dollar eingespielt.

Das Unternehmen belegt laut Statistik Platz 48 in der Rangliste der größten Rüstungsunternehmen der Welt. Das Vertriebs- und Produktionsnetzwerk erstreckt sich über zwölf Länder auf drei Kontinenten. Mehr zum Thema:Türkei: Digitales Röntgengerät erhält kommerzielle Freigabe ASELSAN wurde 1975 gegründet, um den Bedarf an Kommunikationstechnologie der türkischen Streitkräfte zu erfüllen. Die Firma wendet im Schnitt sieben Prozent ihres Jahresbudgets für Forschung und Entwicklung auf.

Das Produktportfolio von ASELSAN umfasst ein breites Spektrum: unter anderem Kommunikations- und Informationstechnologien sowie Verteidigungssysteme.

Wachsende türkische Verteidigungsindustrie

Angesichts interner und externer Bedrohungen für die nationale Sicherheit hat sich der Nato-Staat Türkei zu einem aufsteigenden Hersteller und Exporteur von Rüstungsgütern entwickelt.

Vor allem in den letzten zehn Jahren hat die Türkei mehrere einheimische Fahrzeuge, Raketen, Waffensysteme und andere Verteidigungsgüter entwickelt.

Nach Angaben von SIPRI hat die Türkei von 2010 bis 2019 ihre Verteidigungsexporte um 240 Prozent gesteigert. Mehr zum Thema: Rüstungsproduktion in der Türkei: Vom Importeur zum Selbstversorger

TRT Deutsch