Daimler-Chef Ola Källenius 

Der Personalabbau bei Daimler wird den Auto- und Lkw-Bauer zunächst Milliarden kosten.

Finanzchef Harald Wilhelm bezifferte die Kosten für den Konzernumbau am Dienstag auf insgesamt rund 2 Milliarden Euro. Davon würden etwa 1,2 Milliarden Euro in diesem Jahr anfallen, sagte der Manager in Stuttgart während der Bilanzpressekonferenz. Daimler-Chef Ola Källenius will mit Stellenstreichungen die jährlichen Personalkosten bis Ende des Jahres 2022 um 1,4 Milliarden Euro senken. Früheren Angaben zufolge ist dafür ein Stellenabbau im fünfstelligen Bereich verbunden. Laut dem „Handelsblatt“ könnte es sich um bis zu 15.000 Jobs handeln. Konkrete Zahlen zum Stellenabbau wollte Källenius nicht nennen. Der seit Mai als Vorstandschef amtierende Schwede sieht bei Daimler im täglichen Geschäft vor allem hohe Kosten als Problem. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn war wegen zahlreicher Sonderkosten für die Dieselaffäre, Problemen bei Produktionsanläufen und hoher Kosten für neue Technik im vergangenen Jahr um zwei Drittel auf 2,4 Milliarden Euro eingebrochen.

Formel-1-Dauerweltmeister Mercedes setzt in den kommenden fünf Jahren auf eine Partnerschaft mit dem Chemie-Unternehmen Ineos als neuem wichtigen Sponsor. Das wurde am Montag in London verkündet. Finanzielle Details zu dem Deal wurden allerdings keine genannt. Laut Medienberichten sollen die Silberpfeile vom Konzern des britischen Milliardärs Jim Ratcliffe 23,61 Millionen Euro (rund 20 Millionen Pfund) pro Saison erhalten.

Formel-1- Mercedes DPA

Die Partnerschaft sei „ein klares Signal, dass wir unsere erfolgreiche Reise in der Formel 1 fortsetzen wollen“, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff am Montag im Royal Automobile Club der englischen Millionen-Metropole. Das Logo von Ineos wird auch prominent auf den Wagen von Weltmeister Lewis Hamilton und WM-Vize Valtteri Bottas mit roter Untermalung zu sehen sein. Ineos erweitert damit sein Engagement im Sport: Der Konzern ist bereits im Radsport durch die Übernahme des früheren Teams Sky oder beim Americas Cup im Segeln sehr aktiv. Zuletzt hatte das Unternehmen angekündigt, den französischen Fußball-Erstligisten OGC Nizza zu übernehmen. Die Wettbewerbsbehörde genehmigte den Kauf über rund 100 Millionen Euro bereits.

DPA