21.12.2020, Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Der Angeklagte Stephan Balliet sitzt am 26. Prozesstag im Saal des Landgerichts. (DPA)
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Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hofft auf eine abschreckende Wirkung des Urteils gegen den Attentäter von Halle. Das Urteil habe hoffentlich abschreckende Wirkung und zeige, dass Rassismus und Antisemitismus hierzulande niemals gebilligt und strikt geahndet und gerichtlich verfolgt würden, sagte der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek am Montag laut Mitteilung.
Der rechtsextreme Attentäter hatte vergeblich versucht, in eine Synagoge einzudringen, und dann frustriert eine Passantin und einen Imbiss-Gast erschossen. Das Oberlandesgericht Naumburg verurteilte ihn zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung. Eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ist damit so gut wie ausgeschlossen.
„Das Verfahren kann nur der Beginn einer Aufarbeitung und Verfolgung weiterer rassistischer Anschläge und Attentate in Deutschland sein“, sagte Mazyek. „Der verurteilte Attentäter, der bereits Jahre zuvor durch muslimfeindliche Straftaten auffiel, zeigte vor Gericht fortwährend keine Reue und machte keinen Hehl aus seinem Hass auf Juden, Muslime und Frauen.“

DPA