Die Suche nach einem Impfstoff gegen das Coronavirus kann nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn womöglich noch Jahre dauern. Es gebe viel versprechende Ansätze, aber die Entwicklung von Impfstoffen sei „das Herausfordernste, mit das Schwierigste, das es gibt in der Medizin“, sagte der CDU-Politiker.. „Ich freue mich, wenn es in wenigen Monaten gelänge.“ Aber man müsse auch realistisch bleiben: „Es kann auch Jahre dauern, weil es natürlich auch Rückschläge geben kann, das haben wir bei anderen Impfstoffen gesehen.“ Dass der Reproduktionsfaktor bereits geraume Zeit unter 1 liegt - und also ein Infizierter weniger als eine weitere Person ansteckt - wertete Spahn als „ein gutes Zeichen, dass wir es gemeinsam geschafft haben“. Der Minister wies auf die Schritt für Schritt vorgenommenen Lockerungen hin. Besonderen Bedarf sieht er auch in der Gastronomie. Dort gehe es für viele Wirte um die Existenz. „Wichtig ist, dass wir auch dort eine Perspektive geben. Ich denke, dass das am Mittwoch geschieht“, fügte er mit Blick auf die nächste Beratung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder hinzu.

DPA