Archivbild: der britische Abgeordnete Afzal Khan (AA)

In einem Brief an Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron hat der britische Abgeordnete für Manchester-Gorton, Afzal Khan, seine Besorgnis bezüglich der „wachsenden Islamophobie“ in Frankreich ausgedrückt. Das teilte der Labour-Politiker am Freitag auf seinem Twitter-Account mit.

Darin kritisiert der Abgeordnete die jüngsten Gesetze, die das Leben der Muslime in Frankreich einschränken und warnt: Das Land sei auf einem „gefährlichen“ Weg, der zur „Entfremdung seiner großen muslimischen Bevölkerung“ führen könne. Die Islamfeindlichkeit in Frankreich würde zum Teil durch gesetzliche Maßnahmen verstärkt, stellt er fest. Als Beispiel hierfür führt er die jüngsten gesetzlichen Regelungen zum Kopftuchverbot unter 18 Jahren an, die vom Senat gebilligt worden seien: Diese würden zum „religiösen Hass gegen Muslime ermutigen“. Auch weitere Maßnahmen wie das Verbot, religiöse Zeichen während der Begleitung der eigenen Kinder bei Schulausflügen zu tragen, werden von Khan scharf kritisiert.

„Angesichts der global steigenden Islamophobie ist es die Aufgabe von uns gewählten Repräsentanten, unsere muslimischen Gemeinden zu schützen“, führt der Politiker weiter aus. Dabei weist er auch auf jüngste Aussagen des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres hin, der in jüngster Zeit „epidemische Ausmaße“ der Islamfeindlichkeit festgestellt habe. Guterres hatte dabei betont, dass insbesondere muslimische Frauen „auf drei Ebenen“ diskriminiert würden.

Khan erinnert in seinem Brief zuletzt an die drei Prinzipien der „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“, die Frankreich sich auf seine Fahnen geschrieben habe, und fordert in diesem Sinne die Gewährleistung von Gleichheit und Freiheit für alle Franzosen, inklusive der Muslime.

TRT Deutsch