Der Berg Ağrı (Ararat) in der Türkei. (AA)
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Der Berg Ararat kann nach sechs Jahren Verbot wieder bestiegen werden. Aufgrund der Gefahr, die in der Region um den Berg herum von PKK-Terroristen ausging, wurde das Besteigen des Berges im Jahr 2015 verboten. Seitdem sind mehrere Anti-Terror-Operationen durchgeführt worden, die die Sicherheit in den Gebieten um den Berg gewährleisteten.
Mit einer Höhe von 5137 Metern ist der Ararat (Ağrı dağı) der höchste Berg in der Türkei. Bis zur steigenden Terrorgefahr durch die PKK war er ein beliebtes Ziel für Bergsteiger. Die Einwohner der umliegenden Provinzen begrüßten die jüngsten Entwicklungen in der Region – und erwarten ab Donnerstag wieder Touristen in ihrer Heimat.
Auch Savcı Sayan, der Bürgermeister der Provinz Ağrı, betonte die Bedeutung der Region für Touristen. Bergsteigen sei für die Menschen in der Region unabdingbar. „Bis heute konnten wir von diesem Schatz und Kapital nicht profitieren“, bedauerte er. Die Eröffnung des Berges für Bergsteiger und Touristen wird laut Sayan die Wirtschaft und Entwicklung der Provinz Ağrı stärken. Muhammed Akkuş, Vorsitzender der Vereinigung für Fotografie und Natur in Iğdır, begrüßte ebenfalls den Beschluss. Nicht nur der Gipfel des Berges sei von Bedeutung, auch aus Sicht der natürlichen Vielfalt gebe es auf dem Ararat viel zu entdecken. „Er ist ein verstecktes Paradies“, erklärte Akkuş.

Im Jahr 2020 führte die Türkei die Operationen „Kapan“ und „Yıldırım“ durch. Ziel war die Wiederherstellung der Sicherheit in der Region, die von den Terroristen der PKK bedroht worden war. Die PKK wird von der Türkei, EU und von den USA offiziell als Terrororganisation eingestuft und ist für den Tod von 40.000 Menschen verantwortlich.

TRT Deutsch und Agenturen