Archivbild. PKK/YPG-Terroristinnen in Syrien. (AA)

Der US-Generalleutnant Paul T. Calvert hat am Sonntag in al-Hasaka im Norden Syriens an dem sogenannten Jahrestreffen der PKK-nahen „Demokratischen Kräfte Syriens“​ (SDF) teilgenommen. Laut Medienberichten bekräftigte der hochrangige General die Unterstützung der USA.

Die SDF werden zahlenmäßig von Mitgliedern der YPG dominiert, des syrischen Ablegers der Terrororganisation PKK. Die PKK/YPG wird unter dem Vorwand des Anti-Daesh-Kampfes von den USA logistisch und mit Waffen unterstützt.

Der gesuchte PKK/YPG-Anführer Ferhat Abdi Şahin (Deckname: „Mazlum Kobani“)​ hielt Berichten zufolge die Eröffnungsrede beim Treffen mit dem US-Gesandten. Şahin steht wegen jahrelangen Aktivitäten innerhalb des PKK-Netzwerkes auf der Fahndungsliste der Türkei.

Im Februar hatte Şahin angekündigt, dass die PKK/YPG ein „gemeinsames Programm“ mit der neu gewählten Regierung von US-Präsident Joe Biden ausarbeiten werde. Şahin ist auch Oberbefehlshaber der SDF.

PKK/YPG Streitpunkt zwischen Ankara und Washington

Die Türkei lehnt die PKK/YPG-Präsenz im Norden Syriens ab, weil sie einen „Terrorkorridor“ zwischen Syrien, Irak und der Türkei verhindern will. Ankara betrachtet die Terrororganisation als Bedrohung für die nationale Sicherheit. Die US-Unterstützung für die PKK/YPG ist daher ein wichtiger Streitpunkt in den angespannten Beziehungen zwischen Ankara und Washington.

Die Türkei setzt sich zudem für die territoriale Integrität Syriens ein und lehnt die Autonomiebestrebungen der PKK/YPG ab. Ankara leitete deshalb bereits mehrere Anti-Terror-Operationen im Norden des Nachbarstaates ein.

Die PKK wird in der Türkei, in Europa und den USA als Terrororganisation gelistet. In der Türkei wird sie für den Tod von mehr als 40.000 Menschen verantwortlich gemacht, darunter Frauen und Kinder. In Europa versuchen Mitglieder und Sympathisanten der Terrorgruppe, mithilfe eines Netzwerks die Organisation zu finanzieren und junge Menschen anzuwerben.

TRT Deutsch