Türkische Panzerhaubitze an der türkisch-syrischen Grenze. 

Die Armee von Machthaber Baschar al-Assad hat bei ihrem Vormarsch auf die letzte größere Oppositionshochburg in der nordwestsyrischen Provinz Idlib nach Angaben der Regierung in Ankara fünf türkische Soldaten und ein Zivilist getötet. Neun weitere seien verletzt worden, einer von ihnen schwer, teilt das türkische Verteidigungsministerium am Montag mit.

Die Türkei habe mit einem Gegenschlag reagiert . Bis zu 35 Soldaten der Assad-Armee seien außer Gefecht gesetzt worden, sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan am Montag in Istanbul. Der Militäreinsatz dauere an.Die Soldaten des syrischen Regimes hätten angegriffen, obwohl sie zuvor auf die Stellungen der türkischen Kräfte hingewiesen worden seien.

Die Assad-Truppen rücken mit Unterstützung der russischen Luftwaffe vor und haben bereits Dutzende Ortschaften eingenommen, darunter die wichtige Stadt Maarat al-Numan. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht, und die Türkei, die bereits 3,6 Millionen Syrer aufgenommen hat, fürchtet einen weiteren Zustrom von Flüchtlingen aus dem Nachbarland im Süden. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte bereits eine Militärmission im Nordwesten Syriens erwägt, sollte die Lage in Idlib nicht sofort geklärt werden. „Wir werden tun, was nötig ist, wenn jemand unser Territorium bedroht“, sagte er am Freitag. Das schließe den Einsatz des Militärs ein.

In der Region Idlib hat die Türkei zwölf Beobachtungsposten. Basis dafür ist das De-Eskalationsabkommen von 2018.

Reuters