Indonesische Muslime am Eid al-Fitr während dem Bayram-Gebet (AA)

Für Millionen Muslime endet mit dem Ramadanfest am Donnerstag der heilige Fastenmonat. Die Feierlichkeiten stehen auch dieses Jahr erneut im Schatten der Corona-Pandemie.

Während des Ramadans, der dieses Jahr Mitte April begann, verzichten gläubige Muslime zwischen Sonnenaufgang und -untergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Das Fasten gehört zu den fünf Grundpflichten für Muslime. Vor allem Kinder bekommen zum Ramadanfest Geschenke und Süßigkeiten.

Wegen der Corona-Pandemie haben mehrere Länder im islamischen Raum das öffentlichen Leben erneut eingeschränkt. Gläubige in der Türkei gingen unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen in Moscheen, um das gemeinsame Gebet zum Ramadanfest zu verrichten. Die Imame riefen die Anwesenden erneut dazu auf, während der Pandemie auf traditionelle Familienbesuche zu verzichten. In der Türkei herrscht aktuell eine Ausgangssperre. Lediglich zum Gebet wurde eine kurzzeitige Ausnahme eingeführt.

Im Irak, wo bisher 1,1 Millionen Corona-Infektionen gemeldet wurden, gilt ab Mittwoch eine zehntägige Ausgangssperre. In Ägypten müssen Geschäfte bis zum 21. Mai früher als sonst schließen. Auch in Tunesien gelten bis Sonntag Ausgangsbeschränkungen. In Jordanien werden diese wegen einer sinkenden Zahl an Neuinfektionen dagegen ab Donnerstag gelockert.

Weltweit gibt es rund 1,8 Milliarden Muslime. Laut einer Studie des Pew Research Center von 2015 leben die meisten von ihnen in Indonesien, Indien, Pakistan, Bangladesch und Nigeria. Danach folgen Ägypten, der Iran und die Türkei.

TRT Deutsch und Agenturen