Der Markenname von Blackberry soll wiederbelebt werden. (AFP Archive)

Eigentlich war das Aus der Blackberry-Smartphones mit ihrer markanten Tastatur bereits besiegelt - doch im kommenden Jahr soll es ein neues Modell geben. Die texanische Firma OnwardMobility will die Geräte entwickeln, eine Tochter des taiwanischen Auftragsfertigers Foxconn soll sie bauen. Das neue Modell, das auch für den superschnellen 5G-Datenfunk gerüstet ist, solle im ersten Halbjahr 2021 in den USA und Europa auf den Markt kommen, kündigte OnwardMobility am Mittwoch an.

„Die Mitarbeiter von Unternehmen warten ungeduldig auf sichere 5G-Mobilgeräte, die ihre Produktivität erhöhen, ohne das Benutzererlebnis zu beeinträchtigen“, so CEO Peter Franklin von OnwardMobility in seiner Pressemitteilung. „BlackBerry-Smartphones sind bekannt dafür, Kommunikation, Privatsphäre und Daten wirksam zu schützen. Dies stellt eine vielversprechende Chance für OnwardMobility dar, durch die Zusammenarbeit mit BlackBerry und FIH Mobile die 5G-fähigen Smartphones der nächsten Generation auf den Markt zu bringen.“

Blackberry war einst ein Pionier im Smartphone-Markt, verlor jedoch mit dem Vormarsch von Touchscreens den Anschluss an Apples iPhone und Telefone mit dem Google-Betriebssystem Android. Smartphones unter der Marke gab es zwar noch bis zuletzt - sie wurden aber schon lange nicht mehr von Blackberry selbst, sondern vom Hersteller TCL gebaut, der eine Lizenz auf den Markennamen erworben hatte. Im Februar kündigte TCL dann an, die Produktion einzustellen. Die Telefone hatten nur noch winzige Marktanteile - wurden zum Teil aber noch in Unternehmen und Behörden genutzt.

Sein eigenes Betriebssystem hatte Blackberry bereits auch vor Jahren eingestampft - die aktuellen Smartphones unter der Marke laufen mit Googles Android-Software. Auch das Gerät von OnwardMobility wird ein Android-Smartphone sein. Blackberry selbst konzentriert sich auf Software für Unternehmen sowie fürs Auto.

TRT Deutsch und Agenturen