28.04.2022, Haiti, Port-Au-Prince: Polizeibeamte patrouillieren während einer Anti-Gang-Operation in Croix-des-Missions nördlich von Port-au-Prince. (dpa)
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In Haiti sind acht türkische Staatsbürger verschleppt worden. Ihr Bus sei am Sonntagmorgen auf dem Weg von der Dominikanischen Republik in die haitianische Hauptstadt Port-au-Prince von einer Bande überfallen worden, sagte der türkische Honorarkonsul Hugues Josué am Montag der Nachrichtenagentur AFP. Bei den Entführten handelt es sich laut Josué um Helfer einer „Organisation zur Bildungsförderung“, deren genaue Namen er jedoch zunächst nicht kannte.

Josué sagte, sie seien Mitglieder der muslimischen Vereinigung Ashape, die seit 2019 Sprachkurse und Religionsunterricht anbietet.

Entführer fordern Lösegeld

Während ihrer Geiselnahme sei es ihnen gelungen, ihre Organisation zu kontaktieren, berichtete der Honorarkonsul weiter. Berichten zufolge wurde ein Lösegeld gefordert. Diplomatische Quellen berichten, dass mit den örtlichen Behörden zusammengearbeitet wird, um die türkischen Staatsbürger zu retten.

In Haiti entführen Banden immer wieder Menschen, um Lösegeld zu erpressen. Im vergangenen Oktober hatte eine kriminelle Bande in der Nähe von Port-au-Prince zwölf Missionare und deren fünf Kinder aus den USA und Kanada in ihre Gewalt gebracht. Die Gruppe forderte ein Lösegeld von 17 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) und drohte mit der Ermordung der Geiseln, sollte es nicht gezahlt werden. Es dauerte zwei Monate, bis die letzten zwölf Entführten wieder freikamen.

TRT Deutsch und Agenturen