Bei Militärübungen der iranischen Marine zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman sind 19 Matrosen ums Leben gekommen. 15 Soldaten seien zudem bei dem Zwischenfall verletzt worden, gab die iranische Armee am Montag auf ihrem offiziellen Webportal bekannt. Ein Armeesprecher hatte zunächst laut Staatssender IRIB von einem Toten und 15 Verletzten gesprochen, von denen zwei in kritischem Zustand seien. Das Webportal der Armee hat kurz danach die Opferzahlen nach oben korrigiert. Bei den Übungen am Sonntag hatte eine von der iranischen Korvette „Dschamaran“ abgefeuerte Rakete versehentlich das Hilfsschiff „Konawar“ getroffen. Laut IRIB habe das Hilfsschiff nicht den notwendigen Abstand gehalten und sei daher von der Rakete getroffen worden.

Die Nachrichtenagentur Fars zitierte einen namentlich nicht genannten Militärsprecher, der iranische Medienberichte über einen Untergang der „Konarak“ dementierte. Der Golf von Oman liegt an der Straße von Hormus, die für den weltweiten Öl-Transport wichtig ist. Irans Militär hält regelmäßig Übungen in der Region ab. Weitere Details sollen nach den Untersuchungen bekanntgegeben werden.

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