17.10.2021, Afghanistan, Kabul: Ein Mitglied der Taliban (l) spricht mit Männern, die sich hinter einer Absperrung vor einer Passbehörde versammeln. (DPA)

Rund zweieinhalb Monate nach der Bundeswehr-Luftbrücke in Afghanistan kommt die Ausreise ehemaliger Ortskräfte nach Deutschland nun langsam voran. Die deutschen Visa-Stellen in der Region hätten seit dem Ende der militärischen Evakuierung mehr als 3000 Visa für Ortskräfte und besonders gefährdete Menschen ausgestellt – davon rund 1500 allein in den vergangenen drei Wochen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Mittwoch in Berlin.
Das zeige, dass die Geschwindigkeit der Ausreise „deutlich anzieht“, sagte der Sprecher. „Darüber sind wir sehr froh.“
Erstmals seit dem Evakuierungseinsatz im August hatte Deutschland in der vergangenen Woche 329 Menschen mit einer Chartermaschine aus Kabul ausgeflogen. Am Wochenende wurden zudem 148 Personen mit einem spendenfinanzierten Charterflug außer Landes gebracht. Insgesamt haben etwa 25.000 Menschen eine Aufnahmegenehmigung für Deutschland.
Meist handelt es sich um langjährige Helfer der Bundeswehr einschließlich ihrer Familien. Bis zum vergangenen Montag waren nach Angaben des Bundesinnenministeriums allerdings erst rund 7600 Betroffene eingereist.

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DPA