Ein Krankenzimmer im neuen türkisch-japanischen Krankenhaus des Istanbuler Bezirks Başakşehir.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat am Donnerstag ein neues Krankenhaus in Istanbul eröffnet. Auch Japans Premierminister Shinzo Abe nahm per Video an der Zeremonie teil. Das von Japan und der Türkei co-finanzierte Krankenhaus im Bezirk Başakşehir soll auch eine „bedeutende Rolle“ im Kampf gegen das Coronavirus spielen, sagte Erdoğan, der selbst keine Maske trug.
Die Einrichtung verfügt den Angaben zufolge über mehr als 2600 Betten und soll ein Zentrum für die Behandlung von Patienten aus dem Ausland werden. Die nach den türkischen Kiefern und der japanischen Kirschblüte benannte Klinik („Başakşehir Çam ve Sakura Şehir Hastanesi“) sei ein Zeichen der Freundschaft beider Länder, sagte Erdoğan.
Das Krankenhaus soll die Kapazität haben, bis zu 35.000 ambulante Patienten pro Tag zu versorgen. Es werde eine entscheidende Rolle im Kampf gegen das Coronavirus spielen, unterstrich Präsident Erdoğan.
Die Türkei lockert indes schrittweise die Corona-Maßnahmen und bereitet sich auch auf eine Öffnung für den Tourismus vor. Seit dem 20. Mai hat das Land seine Grenzen für Patienten aus ausgewählten Ländern geöffnet.
Menschen aus insgesamt 31 Staaten - darunter Deutschland, Russland und Großbritannien - können auf Basis einer neuen Richtlinie des Gesundheitsministeriums für Behandlungen ins Land einreisen. Die Schweiz und Österreich stehen nicht auf der Liste.
Ende Mai will das Land den inländischen Reiseverkehr aufnehmen. Im Juni hofft es auf erste internationale Urlauber.

TRT Deutsch und Agenturen