Symbolbild: Streunende Katze geht über eine Straße. (DPA)

Ein japanischer Staatsbürger hatte in Istanbul zahlreiche Katzen getötet und wird deshalb nun des Landes verwiesen. Anwohner in seiner Nachbarschaft im Stadtteil Küçükçekmece hatten ihn beobachtet, wie er Katzen in einem Eimer wegschleppte. Der Japaner wurde unverzüglich festgenommen, wie das Nachrichtenportal „Daily Sabah“ am Mittwoch berichtete.

Bei der Befragung gestand der Japaner, mehrere Kätzchen erwürgt und gegessen zu haben. Er wurde deshalb zu einer Geldstrafe von 10.375 Türkische Lira (1.212 Dollar) verurteilt und in ein Zentrum für die Abschiebung von Ausländern gebracht.

Ein Ladenbesitzer Namens Yasin Öztürk, der sich um die getöteten Katzen gekümmert hatte, drückte seinen Frust mit folgenden Worten aus: „Ich und andere kümmerten sich um die Mutter der Kätzchen, bevor sie vor zwei Monaten entbunden hatte. Sie verschwanden eines Morgens und wir hörten später, dass dieser Mann sie in einen Eimer legte und mit nach Hause nahm. Ich konnte nicht glauben, dass ein Mensch so etwas Schreckliches tun kann“, erklärte er.

Streunende Tiere sind in der Türkei beliebt und genießen oftmals ein komfortables Leben. Nach gegenwärtiger Gesetzeslage ist jeder Akt des Quälens oder Tötens eines Tieres als „Sachbeschädigung“ strafbar. Das Parlament arbeitet derzeit an einem neuen Gesetzesentwurf explizit für Personen, die Tierquälerei begehen. Das Gesetz soll vor speziell von Gewalttaten gegenüber Tieren abschrecken.

TRT Deutsch