Sivasspor-Präsident Mecnun Otyakmaz am Flughafen in Sivas

Der türkische Fußballverein Sivasspor hat das Verhalten der israelischen Flughafenmitarbeiter bei der Abreise nach dem Europapokalspiel in Tel-Aviv kritisiert. Nach der Ankunft am frühen Freitag in der Heimatstadt Sivas sagte der Vereinspräsident Mecnun Otyakmaz, die Mannschaft sei bewusst lange am Flughafen festgehalten worden. „Ihr einziges Ziel war es, uns zu drangsalieren.

Sivasspor hatte am Donnerstag im Entscheidungsspiel der UEFA Europa League Gruppe I gegen Maccabi Tel-Aviv eine 0:1-Niederlage hinnehmen müssen. Der türkische Klub belegte damit den dritten Platz und schied aus dem Wettbewerb aus.

Die Vereinsmitglieder und Spieler seien in zwei Busse gesteckt und lange Zeit im Flughafen von einem zum anderen Ort gefahren worden, so Otyakmaz. Anschließend habe man ihnen mitgeteilt, dass der Flughafen nun schließe und keine Flüge mehr möglich seien. „Sie haben uns bis halb sechs festgehalten. Es reicht uns. Solche Dinge machen sie jedesmal“, beklagte sich der Präsident und warf dem israelischen Personal vorsätzliches Handeln vor.

Er erinnerte zudem daran, dass im Gegensatz dazu die Mannschaft aus Tel-Aviv beim Hinspiel im November freundschaftlich in Sivas empfangen worden sei. Sivasspor habe sich gebührend um die Gäste gekümmert und sie nach dem Spiel verabschiedet, so Otyakmaz. In diesem Zusammenhang sei er enttäuscht darüber, dass die Verantwortlichen von Maccabi Tel-Aviv tatenlos blieben. „Sie hätten sich wenigstens etwas um uns kümmern können. Wir haben uns um sie gekümmert, als sie bei uns zu Gast waren.“


TRT Deutsch