Archivbild. 05.07.2021, Nordrhein-Westfalen, Köln: Ein Nahverkehrszug fährt zum Hauptbahnhof Köln. (DPA)

Der Bund rechnet wegen der Hochwasser-Katastrophe mit mindestens rund zwei Milliarden Euro Schäden alleine bei der Deutschen Bahn sowie bei Straßen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus Regierungskreisen. Alleine bei der Bahn gebe es einen Schaden von mindestens 1,3 Milliarden Euro.

Zerstörte Brücken, Gleise, Straßen und Mobilfunkmasten in den Hochwasser-Katastrophengebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sollen schnellstmöglich wieder instandgesetzt werden, hatte es zuvor aus dem Bundesverkehrsministerium geheißen. Dazu tagte am Montag eine Taskforce, wie ein Sprecher von Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) gesagt hatte. Daran hätten auch Vertreter der Deutschen Bahn und der Autobahngesellschaft des Bundes teilgenommen.

Das Verkehrsministerium hatte angekündigt, zur Schadensermittlung werde in einzelnen Arbeitsgruppen für Straße, Schiene, Wasserstraße und digitale Infrastrukturen der weitere Handlungsbedarf ermittelt und priorisiert. Das Bundeskabinett will am Mittwoch über Bundeshilfen für die Hochwasser-Katastrophengebiete entscheiden.

EVG gründet Hilfsfonds mit Partnern

Der Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Klaus-Dieter Hommel, sagte der dpa, das Hochwasser habe in verschiedenen Bundesländern erheblichen Schaden angerichtet und unfassbares menschliches Leid gebracht. Die EVG habe deshalb mit mehreren Partnern einen Hilfsfonds gegründet.

„Gerade nach der großen wirtschaftlichen Belastung durch die Pandemie müssen die Schäden an Gleisen, Brücken, Gebäuden und Fahrzeugen der Eisenbahnunternehmen schnell beseitigt werden“, so Hommel. Allein die Deutsche Bahn AG bemesse ihre Schäden der Flutkatastrophe auf etwa 1,3 Milliarden Euro. „Jetzt muss schnell und planvoll gehandelt werden, damit der wirtschaftliche Schaden für die Deutsche Bahn AG und die Wettbewerbsbahnen nicht noch größer wird.“ Es sei auch an der Zeit, vereinbarte Mittel des Bundes an die Bahn zu überweisen. Hintergrund sind Schäden in der Corona-Krise.

DPA