In Bielefeld hat offenbar ein falscher Polizist eine Flüchtlingsfamilie aus der Ukraine bestohlen. (Symbolbild) (DPA)
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Ein falscher Polizist hat eine ukrainische Flüchtlingsfamilie bestohlen. Wie die Polizei Bielefeld am Dienstag berichtete, stoppte der bislang unbekannte Täter bereits am vergangenen Mittwoch einen ukrainischen Transporter auf der A2 in Fahrtrichtung Dortmund. Eine neunköpfige Familie befand sich in dem Transporter auf dem Weg von der Ukraine in den Kreis Gütersloh, als ein grauer Pkw sie zwischen Hannover und Bielefeld überholte. Während des Überholvorgangs hielt der Beifahrer einen Ausweis durch das geöffnete Fenster. Mit Handbewegungen forderte er den Fahrer des ukrainischen Transporters auf, den Wagen auf dem Seitenstreifen abzustellen. Als beide Fahrzeuge zum Stillstand gekommen waren, stieg der Beifahrer des grauen Pkw aus und der Fahrer blieb sitzen. Zunächst forderte der Beifahrer die Familie auf, alle Ausweisdokumente vorzuzeigen. Die Familienmitglieder taten das, weil sie glaubten, es handelte sich um eine Zivilstreife der Polizei. Anschließend durchsuchte der Täter das Fahrzeug und diverse Taschen. Danach fuhr er mit seinem Komplizen auf der A2 in Richtung Dortmund davon. In diesem Moment stellten die Ukrainer fest, dass Bargeld aus den Taschen fehlte. Am Abend vertraute sich die ukrainische Familie der deutschen Gastfamilie an, die sie aufgenommen hatte. Diese verständigte die Polizei. Die Polizei bittet Helfer darum, Geflüchtete auf diese Art des Diebstahls hinzuweisen.

DPA