Symbolbild: Geldscheine (dpa)
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Investigative Recherchen der ARD legen einen großen Geldfluss im deutschen Amateurfußball vorbei an der Steuer nahe. Es sei laut Hochrechnungen von rund 500 Millionen Euro an Schwarzgeld unterhalb der Profiligen auszugehen. Die Ergebnisse der Recherche wurden am Mittwoch in der Dokumentation „Milliardenspiel Amateurfußball - Wenn das Geld im Umschlag kommt“ gezeigt.

Die ARD hat nach eigenen Angaben hierfür eine Online-Befragung unter mehr als 10.000 Fußballern durchgeführt. „Während laut Umfrage im Amateur-Frauenfußball kaum Geld gezahlt wird, wurde unter den 8085 männlichen Teilnehmern im fußballaffinen Alter von 18 bis 39 Jahren eine Bezahlkultur deutlich“, hält „Das Erste“ auf seiner Internetseite fest.

Dabei dürfen gemäß DFB-Spielordnung Amateurfußballer nicht mehr als 250 Euro pro Monat an Auslagenerstattung oder Aufwandsentschädigung bekommen. Bei einem höheren Geldfluss muss ein Amateurvertrag abgeschlossen werden, bei dem Steuern fällig werden. Die Zahl solcher Verträge sei jedoch „verschwindend gering“.

TRT Deutsch