Besucher sitzen nach Lockerung der Ausgangssperre in Folge der Corona-Pandemie in einem Park in Mailand.

Raucher müssen in der italienischen Metropole Mailand ab dem kommenden Jahr mit starken Einschränkungen rechnen. Vom 1. Januar 2021 an dürfen sie an Haltestellen öffentlicher Verkehrsmittel, in Parks, auf Friedhöfen und in Sporteinrichtungen wie Stadien nur noch in einem Abstand von zehn Metern zu anderen Menschen qualmen, wie die Kommune mitteilte. Ausnahmen gelten demnach für geschlossene Räume.

Damit will die norditalienische Stadt mit rund 1,4 Millionen Einwohnern die Raucher auf das vorbereiten, was ab dem Jahr 2025 geplant sei, nämlich ein Rauchverbot im öffentlichen Raum. Der Kommune zufolge helfen die Verbote, um lungenschädigende Feinstaubpartikel (PM10) in der Luft zu reduzieren und die Bürger vor aktivem und passivem Rauchen zu schützen.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es in Italien unter den Menschen, die älter als 14 Jahre sind, rund zehn Millionen Raucher. Pro Jahr sei der Tod von etwa 93.000 Menschen in dem Land mit rund 60 Millionen Einwohnern auf die Folgen des Tabakkonsums zurückzuführen. In Deutschland liegt diese Zahl nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums bei etwa 120.000.

DPA