Viele Reisende haben für den Streik während der Feiertage kein Verständnis. Tausende Franzosen verbrachten Weihnachten allein statt bei ihren Familien. Trotz Verständnis für die Bedürfnisse der Bahnmitarbeiter – Weihnachten sollte stressfrei ablaufen.

Der Bahnchef Jean-Pierre Farandou beklagt die Umsatzeinbußen von rund 400 Millionen Euro. Für SNCF kommt dieser Streik jetzt schon teuer zu stehen. In der Vorweihnachtswoche wurden immerhin 800 000 Fahrgäste mit der Hälfte der TGV-Mitarbeiter befördert. Von den Schnellzügen verkehrten nur 40 Prozent und im Nahverkehr sind es nur 20 Prozent. Besserung erhoffen sich alle Parteien erst Anfang Januar, wenn die ersten Gespräche geführt werden.

Gestreikt wird gegen die geplante Rentenreform. Staatschef Emmanuel Macron plant ein Renten-Einheitssystem. Außerdem sollen die Franzosen künftig bis zum 64. Lebensjahr arbeiten.

DPA