Symbolbild: Österreich (dpa)
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Ein österreichischer Grundwehrdiener soll in den sozialen Medien antisemitische Parolen gepostet und einen rechtsextremen Rapper unterstützt haben. Laut einem Bericht von „Der Standard“ vom Montag wurde gegen den Soldaten Manuel S. ein Disziplinarverfahren eingeleitet, das „rechtskräftig abgeschlossen“ sei.

Bei dem Rapper handelt es sich demnach um Philip H., der als „Mr. Bond“ in seinen Liedern unter anderem zu Gewalt gegen Muslime und Juden aufgerufen haben soll. Seit Dienstag steht er laut der Zeitung „wegen NS-Wiederbetätigung und Aufforderung zu Straftaten vor Gericht“.

Aus mehreren Ländern erhalte der Rapper Unterstützung von Neonazis in den sozialen Medien, unter anderem von dem österreichischen Soldaten Manuel S. Der 20-Jährige sei Grundwehrdiener. In einem Telegram-Kanal soll er im Mai 2021 eine Nachricht über „Mr. Bond“ geschrieben haben: „Ein Urteil kann wegen der Bürokratie in Österreich locker bis nächstes Jahr dauern.“

Laut „Der Standard“ sind die Chats in dem betroffenen Telegram-Kanal eindeutig neonazistisch. So soll S. einem Mann aus den USA, der das „Führerland“ besuchen wolle, Hilfe angeboten haben. Des weiteren soll er im Chat als Übersetzer fungiert und die Postadresse des inhaftierten rechtsextremen Rappers unter Gleichgesinnten verbreitet haben, sodass dieser per Post kontaktiert werden könne.

Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Michael Bauer, soll der Zeitung über die Einleitung der „notwendigen strafrechtlichen Schritte“ berichtet haben. Über die Konsequenzen für den betroffenen Soldaten könne jedoch nichts gesagt werden, da das Verfahren der Verschwiegenheit unterliege.

TRT Deutsch