Symbolbild. 16. Dezember 2020, Moskau, Russland: Vor dem Bolshoi Theater ist Neujahrs- und Weihnachtsdekoration zu sehen. (Reuters)

Tragischer Todesfall bei einer Opernvorstellung im Bolshoi-Theater in Moskau: Der Schauspieler Jewgeni Kulesh soll beim Abstieg von einer Rampe in die falsche Richtung gegangen und eingeklemmt worden sein.

Auf Filmmaterial aus dem Theater ist zu sehen, wie die Darsteller in Panik das Personal anflehen, die Requisite anzuheben. Schaulustige versuchen, Kulesh wiederzubeleben – was ihnen jedoch nicht gelingt. Die Ermittler geben an, dass die genauen Umstände des Todes noch untersucht werden.

In einer am Samstagabend veröffentlichten Erklärung teilte das Bolshoi-Theater mit: „Die Vorstellung wurde sofort abgebrochen, das Publikum wurde aufgefordert, den Saal zu verlassen.“

Schock in Sozialen Netzwerken

Schockierte Zuschauer berichteten in den sozialen Medien, sie hätten zunächst geglaubt, dass es sich bei dem Unfall um einen inszenierten Trick gehandelt habe.

Die Realität des Vorfalls wurde jedoch schnell klar, als die Darsteller entsetzt reagierten und einige auf der Bühne riefen: „Ruft einen Krankenwagen, da ist Blut.“ Lokale Medien berichten, dass Kulesch seit 2002 in dem ehrwürdigen Moskauer Theater tätig war.

Mehrere tragische Vorfälle im Bolshoi

Es ist nicht das erste Mal, dass das Bolshoi in die Schlagzeilen gerät. Im Juli 2013 stürzte der Geiger Viktor Sedov in den Orchestergraben und starb. Er war ein Veteran des Orchesters im Opernhaus und hatte dort vier Jahrzehnte lang gespielt.

Im Jahr 2011 verurteilte ein Moskauer Gericht den Ballettsolisten Pavel Dmitrichenko zu sechs Jahren Haft. Er soll einen Säureanschlag auf den künstlerischen Leiter des Ensembles, Sergei Filin, vor dessen Moskauer Wohnung organisiert zu haben. Filin verlor bei dem Vorfall beinahe sein Augenlicht.

TRT Deutsch und Agenturen