US-Diplomaten sind am Freitag nach Venezuela gereist, um eine Wiedereröffnung der seit 2019 geschlossenen US-Botschaft in Caracas zu prüfen. John McNamara, der ranghöchste US-Diplomat im benachbarten Kolumbien, reiste nach Angaben aus US-Regierungskreisen in Begleitung mehrerer Mitarbeiter nach Caracas, „um eine erste Einschätzung für eine mögliche schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs vorzunehmen“.
Venezuela hatte die diplomatischen Beziehungen zu den USA 2019 abgebrochen, nachdem die US-Regierung den Wahlsieg des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro nicht anerkannt hatte. Die US-Botschaft in Caracas wurde geschlossen, die US-Diplomaten verließen das Land.
Am Samstag vergangener Woche hatte US-Präsident Donald Trump mehrere US-Angriffe auf Venezuela angeordnet, um Maduro sowie dessen Frau Cilia Flores zu verschleppen. Maduro wird nun in New York in einer Haftanstalt festgehalten und soll wegen „Drogenterrorismus“ vor Gericht gestellt werden.
Nach Angaben von Diplomaten hat die US-Regierung noch keine Entscheidung zur Wiedereröffnung der Botschaft in Caracas getroffen. Grund sind demnach logistische Bedenken. Die Wiedereröffnung werde aber vorbereitet, um schnell reagieren zu können, sobald Präsident Trump grünes Licht gibt.
Die Regierung der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez bestätigte den Besuch der US-Diplomaten in Caracas. Demnach geht es dabei auch um Sondierungsgespräche über eine Wiederaufnahme der Beziehungen. Caracas kündigte zudem einen Gegenbesuch einer venezolanischen Delegation in Washington an.














