Kaouther Ben Hania, Regisseurin von „The Voice of Hind Rajab“, hat bei der Cinema for Peace-Zeremonie in Berlin die Annahme des Preises für den „wertvollsten Film“ abgelehnt. Damit protestierte sie gegen die Ehrung eines israelischen Generals bei der Veranstaltung am Montag. „Ich weigere mich, ihren Tod zur Kulisse einer höflichen Rede über Frieden zu machen – solange die Strukturen, die das ermöglicht haben, unangetastet bleiben“, betonte Ben Hania.
„Die israelische Armee tötete Hind Rajab, tötete ihre Familie, tötete die beiden Sanitäter, die kamen, um sie zu retten – mit der Komplizenschaft der mächtigsten Regierungen und Institutionen der Welt“, sagte die tunesische Regisseurin. Hinds Tod sei „kein Einzelfall, sondern Teil eines Völkermords“.
Der Film „The Voice of Hind Rajab“ handelt von einem Mädchen, das am 29. Januar 2024 in Gaza-Stadt von israelischen Soldaten getötet wurde. Hind war gemeinsam mit Verwandten in einem Kleinwagen unterwegs, als das Fahrzeug unter Beschuss geriet. Ihr Gespräch mit dem Roten Halbmond in den letzten Momenten ihres Lebens wurde aufgezeichnet. Berichten zufolge wurde das Fahrzeug, in dem sich Hind befand, von 355 Kugeln getroffen.
Der Film wurde auf mehreren internationalen Festivals gezeigt und für renommierte Filmpreise nominiert, darunter für die Academy Awards (Oscars) und die Golden Globe Awards.














