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Gaza-„Friedensrat“: Einladungen an mehrere Staatschefs
Mehrere Staats- und Regierungschefs sollen von US-Präsident Trump Einladungen zu einem „Friedensrat“ für den Gazastreifen erhalten haben. Die genaue Zusammensetzung ist bislang offen.
Gaza-„Friedensrat“: Einladungen an mehrere Staatschefs
Gaza-„Friedensrat“: Einladungen an mehrere Staatschefs / Foto: AP / AP
vor 4 Stunden

Mehrere Staats- und Regierungschefs sind nach eigenen Angaben von US-Präsident Donald Trump eingeladen worden, am sogenannten „Friedensrat“ für den Gazastreifen mitzuwirken. Einladungen erhielten demnach etwa der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan, Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi und Argentiniens Präsident Javier Milei.

Der „Friedensrat“ ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für Gaza, die ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der Widerstandsorganisation Hamas vorsieht. Das internationale Gremium soll die neue Übergangsregierung des durch Israel weitgehend zerstörten Küstenstreifens beaufsichtigen. Trump selbst hat den Vorsitz.

Reaktionen auf Einladungen

Die Einladungen für Erdoğan und al-Sisi gaben das Kommunikationsbüro der türkischen Präsidentschaft und Ägyptens Außenminister Badr Abdel-Atti bekannt. Es gab keine weiteren offiziellen Kommentare dazu, ob Erdoğan bereits geantwortet hat; Ägypten prüfe die Angelegenheit derzeit in all ihren Aspekten, hieß es vom Staatsinformationsdienst.

Argentiniens Präsident Javier Milei erklärte auf X, es sei „eine Ehre, an einer so großen Verantwortung mitwirken zu dürfen“. Der kanadische Ministerpräsident Mark Carney habe ebenfalls eine Einladung erhalten und wolle diese annehmen, berichtete der Sender „CBC“ unter Berufung auf einen hochrangigen Beamten. Laut „BBC“ erwägt auch der britische Premierminister Keir Starmer einen Beitritt.

Friedensrat und Exekutivkomitee

Zuletzt hatte Trump bereits die Besetzung eines Exekutivkomitees verkündet, das die Ziele des Friedensrats umsetzen und Wiederaufbau und Verwaltung im Gazastreifen steuern soll. Dem Gremium gehören nach Angaben des Weißen Hauses unter anderem der frühere britische Premier Tony Blair, US-Außenminister Marco Rubio, Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der US-Sondergesandte Steve Witkoff an.

Israels Verstöße gegen die Waffenruhe

Nach Anagen des palastinensichen Gesundheitsministeriums tötete Israel seit Beginn der Waffenruhe mindestens 451 Palästinenser und verletzte 1.251 weitere. Wie das Medienbüro in Gaza berichtete, begann  Israel mehr als 1.200 dokumentierte Verstöße gegen das Waffenruhe-Abkommen.Die Waffenruhe zwischen der Hamas und Israel war auf der Grundlage des US-Friedensplans am 10. Oktober 2025 in Kraft getreten – mehr als zwei Jahre nach Beginn des Gaza-Kriegs. 

Nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums tötete Israel seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 71.400 Menschen in Gaza und verletzte mindestens 171.320 weitere.

QUELLE:TRT Deutsch und Agenturen