Der türkische Kommunikationsdirektor Fahrettin Altun hat auf Twitter ein Video über die christlich-orthodoxe Gemeinschaft in der Türkei geteilt. Es ist mit einer Botschaft auf griechisch versehen. Die Türkei und Griechenland hatten sich zuletzt gewillt gezeigt, die zwischenstaatlichen Konflikte zu lösen.

Die Türkei habe „beispiellose Schritte“ unternommen, um „die kulturelle und religiöse Vielfalt“ zu bewahren, schrieb Altun am Dienstag.

Das Video zeigt unter anderem wie Juden, Christen und Muslime in Istanbul zusammenleben. Das religiöse Leben der Minderheiten werde anders als in den vergangenen Jahrzehnten der Türkischen Republik nicht mehr unterdrückt, sondern gefördert.

Die Türkei ist aktuell bemüht, die außenpolitischen Streitpunkte mit Griechenland zu lösen. Dabei geht es unter anderem um die Umwandlung der Istanbuler Hagia Sophia in eine Moschee. Der griechische Außenminister Nikos Dendias hatte die Entscheidung der türkischen Regierung zur Umwidmung verurteilt. Die Hagia Sophia diente die vergangenen 86 Jahre als Museum und war ursprünglich eine christlich-orthodoxe Kirche. Ein weiterer Streitpunkt sind die Erdgasbohrungen im östlichen Mittelmeer, die auch von der EU kritisiert werden. Athen ist der Ansicht, dass die Region zur Wirtschaftszone Griechenlands gehört. Die Türkei wiederum argumentiert, dass Inseln wie Kreta zwar Hoheitsgewässer besitzen, aber keine Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ). Die Türkei erklärt sich dazu bereit, sich ein viertes Mal mit dem Nachbarn Griechenland an einem Tisch zu setzen – ohne Vorbedingungen. Auch der griechische Außenminister Dendias ist um eine politische Entspannung bemüht. Griechenland sei bereit für einen Dialog mit der Türkei, erklärte Dendias auf eine Pressekonferenz mit der spanischen Außenministerin Arancha Gonzales Laya am Mittwoch in Athen.

TRT Deutsch