12.04.2021, Berlin: Armin Laschet, CDU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, gibt im Anschluss an die Sitzung des CDU-Präsidiums im Konrad-Adenauer-Haus eine Pressekonferenz. (DPA)

CDU-Chef Armin Laschet schneidet laut einer Umfrage im Duell um die Kanzlerkandidatur der Union sehr schlecht ab. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung des Meinungsforschungsinstituts Forsa hervor, aus der die Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Mittwochsausgaben) zitieren. Demnach sind jeweils nur vier Prozent der Befragten der Meinung, dass Laschet „führungsstark“ und „dynamisch“ sei. Seinen Herausforderer, den CSU-Vorsitzenden Markus Söder, halten hingegen 57 Prozent für „führungsstark“ und 36 Prozent für „dynamisch“.

Für vertrauenswürdig halten Laschet zwölf Prozent, Söder 27 Prozent. 34 Prozent trauen Söder zu, dass er die anstehenden Probleme rechtzeitig erkennt. 30 Prozent meinen, dass er sie auch löse. Laschet trauen hingegen nur sechs Prozent zu, Probleme rechtzeitig zu erkennen, nur vier Prozent trauen ihm die Lösung dieser Probleme zu.

„Die Zahlen belegen, dass eine Mehrheit Laschet nicht für kanzlerfähig hält“, sagte der Chef des Forsa-Instituts, Manfred Güllner. Mit ihm als Kanzlerkandidat würden die Chancen der Union deutlich sinken, das Kanzleramt zu halten. „Laschet fehlt die Bindekraft, die ein Kanzlerkandidat braucht.“

An der Umfrage nahmen zwischen dem 7. und 10. April 2024 Befragte teil.

Union bleibt weiterhin unterhalb der 30-Prozent-Marke

Die Union bleibt im „Trendbarometer“ von RTL und n-tv auch nach den Osterfeiertagen deutlich unterhalb der 30-Prozent-Marke. In der am Mittwoch veröffentlichten Forsa-Umfrage erreichen CDU und CSU unverändert 27 Prozent. Die Grünen bleiben mit 23 Prozent stabil auf dem zweiten Platz.

Die SPD erreicht erneut 15 Prozent. Die AfD verbessert sich um einen Punkt auf elf Prozent. Die FDP kommt auf neun Prozent (minus eins). Die Linke legt einen Punkt auf acht Prozent zu. Für sonstige Parteien wurden sieben Prozent vorhergesagt. Den Anteil der Unentschlossenen gab Forsa mit 23 Prozent an.

Rechnerische Mehrheiten gäbe es demnach für Schwarz-Grün oder für eine Ampel aus Grünen, SPD und FDP. Für Schwarz-Rot oder für Grün-Rot-Rot würde es nicht reichen. Forsa befragte vom 6. bis 12. April für das „Trendbarometer“ 2500 Bürgerinnen und Bürger.

AFP