01.05.2021, Brandenburg, Schönefeld: Ein Mann bekommt eine Schutzimpfung gegen Covid-19 mit dem Wirkstoff von Biontech/Pfizer im Impfzentrum der Bundeswehr und der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. am Flughafen BER. (DPA)

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) kann sich zusätzliche Urlaubstage für Beschäftigte im öffentlichen Dienst vorstellen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Er greift damit einen Plan aus dem Nachbarland Tschechien auf. „Die Idee der tschechischen Regierung ist nicht schlecht: Jeder geimpfte Beschäftigte im öffentlichen Dienst bekommt zwei zusätzliche Urlaubstage. Das ist etwas, was wir derzeit auch in Sachsen prüfen“, sagte Wöller der „Leipziger Volkszeitung“ (Samstag-Ausgabe). „Ich finde, wir sollten es probieren, wenn es möglich ist.“
Die Impfquote müsse signifikant erhöht werden, sonst steige die Wahrscheinlichkeit von Einschränkungen im Herbst. Sachsen ist im Bundesländervergleich Schlusslicht bei den Corona-Schutzimpfungen. Die Politik könne es nicht alleine richten. „Wir brauchen eine konzertierte Aktion mit Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden, die gemeinsam zum Impfen aufrufen. Wir brauchen neue Anreize - eben weil wir auf Freiwilligkeit setzen und eine Impfpflicht nicht wollen“, sagte Wöller.

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