22.09.2021, Nordrhein-Westfalen, Köln: Olaf Scholz, Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, steht bei einem Wahlkampfauftritt auf der Bühne. (DPA)

SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat die Bedeutung von Migration für die deutsche Gesellschaft hervorgehoben. „Es ist ja doch etwas ganz Bemerkenswertes, dass Deutschland eines der Länder ist mit einem ganz aktiven Einwanderungsgeschehen seit vielen, vielen Jahrzehnten“, sagte Scholz am Mittwoch in einem Bürgerzentrum im Multikulti-Viertel Köln-Ehrenfeld. Deutschland habe in den vergangenen Jahrzehnten sogar eher etwas mehr Einwanderung erlebt als die USA und Kanada, sich aber lange geweigert, diese Realität anzuerkennen.
Einwanderung habe in den vergangenen Jahren einen wesentlichen Beitrag zum deutschen Wohlstand geleistet. „Das erstmal als Tatsache zu akzeptieren, auch zu sagen, dass wir davon profitieren und dass das natürlich alles nie problemfrei ist, aber erstmal ein großes Glück, dass so viele nach Deutschland kommen und sagen ‚Das wär ein gutes Land, um dort zu leben‘ das ist, finde ich, ein Blick, den man auch immer haben muss“, sagte Scholz. Die Auswanderer-Museen in Hamburg und Bremerhaven zeigten im übrigen, dass lange auch Millionen Deutsche für ein besseres Leben in andere Teile der Welt gezogen seien.

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