Die Antifa-Kundgebungen der vergangenen vier Tage in Wien hat eine Welle der Gewalt unter den teilnehmenden Gruppierungen ausgelöst. Besonders im Wiener Stadtteil Favoriten kam es immer wieder zu Gewalt und mehreren Festnahmen. Unter den Teilnehmern waren auch Anhänger der verbotenen Terrororganisation PKK. Mit Parolen und PKK-Fahnen nahmen sie an den Antifa-Demonstration teil.

Das türkische Außenministerium kritisierte auf ihrer Webseite am Montag die Haltung der Regierung in Wien in Bezug auf die PKK-Propaganda. Österreich erlaube der Terrororganisation, mit PKK-Symbolen ungehindert antitürkische Propaganda zu verbreiten. Das sei für die Türkei nicht hinnehmbar. Die Türkei fordere die österreichischen Behörden auf, die von der EU als Terrororganisation aufgelistete PKK auch als solche zu behandeln.

Auch der türkische Botschafter in Wien, Ozan Ceyhun, mahnte in einem Twitter-Post zu mehr Besonnenheit. Die PKK versuche, Menschen türkischer Herkunft auf offener Straße zu provozieren. So appellierte Ceyhun an die Landsleute: „Geht nicht auf die Provokationen von Terrororganisationen ein, geht nicht auf die Straße!“

Wie österreichische Medien berichten, waren 300 Beamte bei den Demonstrationen im Einsatz. Laut der Zeitung „Krone“ belaufen sich die Kosten für die Einsätze auf mehr als eine Million Euro.


TRT Deutsch