14.11.2021, Österreich, Wien: Karl Nehammer (ÖVP, l.-r.), Innenminister von Österreich, Alexander Schallenberg (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, und Wolfgang Mückstein (Grüne), Gesundheitsminister von Österreich. (DPA)

Aus mehreren Ländern kommen angesichts der ab Februar 2022 geplanten Impfpflicht in Österreich Vergleiche mit den Zeiten des Faschismus und des Nationalsozialismus. So titelt die Athener Tageszeitung „Dimokratia“ am vergangenen Samstag mit „Die Nazis kommen wieder“ – ein Vergleich, der in Österreich möglicherweise sogar selbst wegen gröblicher NS-Verharmlosung unter das Verbotsgesetz fallen könnte.

Den derzeitigen Lockdown für alle in Österreich und die nach dem Willen der Regierung ab Anfang Februar in Kraft tretende Impfpflicht beschrieb das Blatt als „blinde Verbote und radikale Maßnahmen“. Derartige Maßnahmen würden „an die dunkelsten Zeiten erinnern“, womit die Zeitung eindeutig auf die Herrschaft der Nationalsozialisten in Österreich anspielten. Kroatiens Präsident bestellte Österreichs Botschafter ein

Doch nicht nur von dem griechischen Medium kommen Vergleiche dieser Art. Der kroatische Präsident Zoran Milanović bestellte sogar den österreichischen Botschafter in Zagreb zu sich, um ihm gegenüber die „tiefen Sorgen über die Grundfreiheiten in Österreich auszudrücken“.

Milanović bezeichnete Österreichs Weg der allgemeinen Impfpflicht zudem als „faschistisch“ und als „Katastrophe“. Die österreichischen Corona-Einschränkungen seien wissenschaftlich nicht begründet und würden lediglich darauf abzielen, „die Menschen zu terrorisieren“. Mehr zum Thema: Marcus Franz: Politisierung des Virus größeres Problem als Pandemie selbst

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