Symbolbild: Asylsuchende Kinder sitzen auf der Straße. (Reuters)

Griechenland will künftig Asylanträge von Einzelpersonen, die von der Türkei aus eingereist sind, nicht mehr akzeptieren. „Die Türkei wird als sicheres Land für Asylsuchende aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, Bangladesch und Somalia eingestuft“, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung des griechischen Außenministeriums sowie des Ministeriums für Migration am Montag.

Alle Voraussetzungen bezüglich Lebensbedingungen und Menschenrechte, die an bestimmte Kategorien von Antragstellern für internationalen Schutz gestellt würden, werden von der Türkei erfüllt, sagte die griechische Seite. Der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi behauptete: „Die Einstufung der Türkei als sicheres Drittland ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen illegale Migrationsströme und die kriminellen Aktivitäten von Schlepperbanden.“

Die Türkei hat wiederholt die illegale Praxis Griechenlands verurteilt, Asylsuchende systematisch in Form von Pushbacks zurückzudrängen. Sie erklärt, dass dies gegen humanitäre Werte und internationales Recht verstoße. Diese Praxis gefährde das Leben schutzbedürftiger Migranten, einschließlich Frauen und Kinder. Die Türkei ist ein wichtiger Transitpunkt für Asylsuchende, die nach Europa gelangen wollen, um ein neues Leben zu beginnen, insbesondere für diejenigen, die vor Krieg und Verfolgung fliehen.

Bisher haben in diesem Jahr knapp über 3.000 Menschen Griechenland aus der Türkei erreicht, meist auf dem Seeweg in Booten.

TRT Deutsch