Der saudische Staatsminister für Auswärtige Angelegenheiten, Adel al-Dschubeir, hat am Donnerstag den von den USA entworfenen sogenannten Nahost-Friedensplan zur Lösung des palästinensisch-israelischen Konflikts, der von US-Präsident Donald Trump als „Deal des Jahrhunderts“ bezeichnet wurde, gelobt. Dabei bilanzierte er, dass der von den Palästinensern als einseitig wahrgenommene Deal positive Elemente für Verhandlungen enthalten würde.

„Es gibt positive Elemente in Trumps Friedensplan“, sagte al-Dschubeir am Rande seines Besuchs in Rumänien am Donnerstag und fügte hinzu, dass diese Elemente „die Grundlage für Verhandlungen zwischen den beiden Seiten schaffen könnten“.

Al-Dschubeir räumte jedoch auch ein, dass „die Palästinenser diesen Plan abgelehnt und deutlich gemacht haben, dass er nicht ihren Anforderungen entspricht“.

Die Palästinensische Autonomiebehörde und alle palästinensischen Fraktionen verweigerten die Annahme des Plans, da er eigenen Angaben zufolge völlig zu Gunsten Israels ausfällt. Auch die Arabische Liga und die Organisation für Islamische Zusammenarbeit wiesen den Plan zurück.

Der Vorsitzende der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), Mahmoud Abbas, lehnte den sogenannten US-Friedensplan kategorisch ab. Er erklärte, der Plan werde in den „Mülleimer der Geschichte“ verbannt.

Saudi-Arabien für Friedensplan unter US-Schirmherrschaft

Das saudische Außenministerium gab nach der Bekanntgabe des Abkommens im vergangenen Monat eine Erklärung heraus, in der es die Bemühungen der US-Regierung um die Entwicklung „eines umfassenden Friedensplans zwischen der palästinensischen und der israelischen Seite“ würdigt. Das Außenamt brachte seine Unterstützung für direkte israelisch-palästinensische Friedensverhandlungen unter amerikanischer Schirmherrschaft zum Ausdruck.

In der saudischen Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die palästinensische und die israelische Seite Differenzen über jeden Aspekt des Plans durch Verhandlungen ausräumen könnten.

Am 28. Januar kündigte US-Präsident Donald Trump in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu den Plan in Anwesenheit der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrains und Omans in Washington an.

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