11. Mai 2021: Demonstranten vor dem israelischen Generalkonsulat in Istanbul (Ihlas Haber Ajansi)

In Istanbul haben mehrere tausend Menschen an einer Demonstration gegen Israel teilgenommen. Vor dem Hintergrund des Vorgehens israelischer Sicherheitskräfte gegen Palästinenser im Umfeld der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem versammelten sich die Teilnehmer am späten Montagabend vor dem israelischen Konsulat. Sie schwenkten unter anderem palästinensische und türkische Flaggen und skandierten Parolen. Bereits am Sonntagabend hatte es Protest vor dem Konsulat in der türkischen Metropole gegeben.

Die Lage im Westjordanland und im besetzten Ostteil Jerusalems ist seit Beginn des muslimischen Fastenmonats Ramadan angespannt. Auf dem Tempelberg kam es am Montag erneut zu einem massiven Vorgehen der israelischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten. Vor der Al-Aqsa-Moschee setzten Polizisten Blendgranaten, Tränengas und Gummigeschosse gegen Palästinenser ein. Palästinensische Rettungskräfte sprachen von mehr als 300 Verletzten. Nach Polizei-Angaben wurden fast zwei Dutzend Beamte verletzt. Ebenfalls am Montag bombardierte die israelische Luftwaffe Ziele im Gazastreifen. Wie die Armee mitteilte, wurden dabei drei Aktivisten der dort herrschenden Hamas gezielt getötet. Todesopfer soll es allerdings auch unter Zivilisten gegeben haben, unter ihnen neun Kinder. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte Israel für die „Angriffe in Jerusalem“ scharf verurteilt und das Vorgehen als „Terror“ bezeichnet.

TRT Deutsch und Agenturen