Archivbild. Ein Elektroauto wird an einer Ladestation geladen.

Angeschoben von staatlicher Förderung und größerer Auswahl hat sich die Zahl der neu zugelassenen Elektroautos in Deutschland im vergangenen Jahr verdreifacht.

So seien gut 194.000 rein batterieelektrische Pkw neu zugelassen worden, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt am Mittwoch mit. Zusammen mit anderen alternativen Antrieben wie Plug-in-Hybriden, Gas- oder Wasserstoffantrieb rollten knapp 395.000 auf die Straßen. Ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg auf rund ein Viertel, was jedoch am Absatzeinbruch bei der Masse der Autos mit Verbrennungsmotoren aufgrund der Corona-Pandemie lag.

Die Elektromobilität sei jetzt in der Gesellschaft angekommen, erklärte KBA-Präsident Richard Damm. „Bei einem anhaltenden Zulassungstrend der Fahrzeuge mit elektrischen Antrieben von rund 22 Prozent wie im letzten Quartal 2020, kann das von der Bundesregierung formulierte Ziel von sieben bis zehn Millionen zugelassenen Elektrofahrzeugen in Deutschland bis zum Jahr 2030 erreicht werden.“

Am Fahrzeugbestand kletterte der Anteil CO2-armer Autos im vergangenen Jahr auf 3,6 Prozent von 2,4 Prozent, reine E-Autos arbeiteten sich auf 1,2 Prozent vor. Bei den Marken hatte Volkswagen die Nase vorn, gefolgt von Mercedes bei allen alternativen Antrieben dank kräftiger Nachfrage nach Plug-in-Hybriden, die kurze Strecken elektrisch und für die Langstrecke auf Benzin- oder Dieselmotor umschalten. Unter den reinen Stromautos lag der französische Hersteller Renault auf Platz zwei.

Reuters