Archivbild. 06.12.2021, Niedersachsen, Hannover: Menschen gehen zur Corona-Impfung am Erlebnis-Zoo Hannover. Nach Angaben der Region Hannover vom Dienstag erhielten 21 Jungen und Mädchen am Montag die für Erwachsene vorgesehene höhere Impfstoffkonzentration. (DPA)
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Bei einer Kinderimpfaktion in Hannover ist 21 Jungen und Mädchen versehentlich der höher dosierte Erwachsenenimpfstoff verabreicht worden. Das teilte die Region Hannover am Dienstag mit. Grund sei eine Verwechslung. Der fehlerhafte Ablauf werde sofort analysiert, um eine Wiederholung auszuschließen. Negative gesundheitliche Folgen für die Kinder seien nicht zu erwarten, erklärten die Behörden unter Verweis auf die Einschätzungen von Kinderärzten.

Nach ersten Angaben der Region sollten 42 Kinder im Alter zwischen fünf bis elf Jahren von dem Vorfall betroffen sein, der sich am Montag in einem Kinderimpfzentrum im Zoo von Hannover ereignete. Die Zahl wurde später allerdings auf 21 nach unten korrigiert. Laut einem Sprecher ergaben Überprüfungen, dass zwar 42 Spritzen fälschlicherweise mit Erwachsenenimpfstoff befüllt worden waren. Von diesen seien letztlich aber nur an Kinder 21 verimpft worden.

„Medizinisch gesehen handelt es sich um eine nicht notwendige erhöhte Dosis des Impfstoffs, die sich nicht negativ auswirken dürften“, teilte die Region Hannover mit, bei der es sich um einen Zusammenschluss der Verwaltungsbehörden der niedersächsischen Hauptstadt und mehrerer benachbarter Kommunen handelt. Mögliche Nebenwirkungen sollten sich auf Fieber und Reaktionen an der Einstichstelle beschränken. Die Eltern seien sofort informiert worden, für sie stünden auch medizinische Beratungsangebote bereit.

Seit Dezember werden in Deutschland auch Fünf- bis Elfjährige mit dem Wirkstoff von Biontech und Pfizer geimpft, den die europäische Arzneimittelbehörde EMA Ende November zuließ. Die Dosierung ist niedriger als für Erwachsene oder Jugendliche, die Hersteller produzieren deshalb spezielle Chargen für die Kinderimpfungen.

Als erste Reaktion auf das Geschehen verschärfte die Region die Kontrollen im laufenden Betrieb des Kinderimpfzentrums. Ab sofort sei dort eine „zusätzliche medizinische Aufsichtsperson“ tätig, deren ausschließliche Aufgabe es sei, die korrekte Zuteilung des Impfstoffs doppelt zu überprüfen. Dieses Verfahren werde zunächst so lange gelten, bis die gesamte Fehleranalyse abgeschlossen sei.

AFP