Ein Polizeibeamter zieht einem der Sprengstoffspürhunden vor Moschee Pfotenüberzieher an.

Bei der Yavuz-Sultan-Selim-Moschee in Mannheim ist am Freitag eine islamfeindlich motivierte Bombendrohungeingegangen. Die Polizei reagierte mit einem Großeinsatz.

Die Drohmail sei um 11.27 Uhr kurz vor dem Freitagsgebet eingegangen, berichtete Ismail Hakkı Çakır, Vereinsvorsitzender der Moschee, gegenüber TRT. Darin habe der unbekannte Verfasser von zwei versteckte Bomben in der Moschee geschrieben. Çakır habe daraufhin die Polizei alarmiert. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Anschließend wurde die Moschee durch die Polizei evakuiert und abgesperrt. Die Beamten leiteten in der Umgebung Sicherheitsmaßnahmen ein und durchsuchten das Gebäude nach Sprengstoff.

Die Mannheimer Polizei gab später bekannt, dass in der Moschee nichts gefunden worden sei und erlaubte wieder den Zutritt.

Çakır bedankte sich bei den Einsatzkräften für die gezeigte Sensibilität gegenüber dem heiligen Ort, denn die Spürhunde hätten Pfotenüberzieher getragen, als sie die Gebetsräume betraten.

Nach einer Bombendrohung per Mail durchsucht die Polizei die Mannheimer Yavuz Sultan Selim Moschee. DPA

Auch Zafer Sırakaya, Vorsitzender der Unterkommission für Auslandstürken und verwandte Gemeinschaften im türkischen Parlament (TBMM) und Vizepräsident für auswärtige Beziehungen der AK-Partei, dankte am Samstag der Polizei.

Sırakaya erklärte gegenüber TRT, er sei äußerst zufrieden mit dem kultursensiblen Verhalten der Polizei gegenüber der Moschee und der Gemeinde: „Während Rassismus und Intoleranz in ganz Europa zunehmen, ist dieses Verhalten der Mannheimer Polizei äußerst wertvoll und ein Vorbild für alle.“

TRT Deutsch