Trotz Corona haben türkische Museen fast 9 Millionen Besucher angezogen.

Trotz Corona-Pandemie haben laut dem türkischen Ministerium für Kultur und Tourismus im vergangenen Jahr mehr als 8,91 Millionen Menschen Museen und archäologische Stätten in der Türkei besucht. Begünstigt wurde die hohe Besucherzahl von der schnellen Umstellung auf digitale Ausstellungen und umfassende Hygienemaßnahmen.

Insgesamt 204 staatliche Museen, 142 archäologische Stätten und 296 private Museen gibt es in der Türkei, die jeweils unter der Aufsicht des Kulturministeriums stehen. Die Zahl der Museen steigt dabei stetig an und in den 204 Museen in öffentlicher Hand werden aktuell mehr als 3,25 Millionen historische Objekte und Artefakte ausgestellt.

Nach den offiziellen Daten des Ministeriums werden jedes Jahr durchschnittlich 40.000 Objekte in die Sammlungen dieser Museen aufgenommen und 11.632 bewegliche Kulturgüter unter Schutz gestellt.

Zwischen 2002 und 2020 wurden zusätzlich 161 Museen renoviert und 43 historisch bedeutsame Stätten eröffnet. Darüber hinaus heißen auch 16 neu errichtete Museen – unter anderem in den Provinzen Adana, Uşak, Kayseri, Mersin und Van – ab sofort Besucher willkommen.

Zudem hat sich die Branche vergangenes Jahr während der Pandemie gut auf die nächste Tourismussaison vorbereitet. Die zuständigen Behörden haben eine Vielzahl von Maßnahmen durchgeführt, wodurch die Museen auf die Tourismussaison 2021 vorbereitet zu sein scheinen.

Corona-Krise verlangsamt Museumseröffnungen nicht

Die Türkei beherbergt darüber hinaus mehrere private Museen im Bereich Archäologie, Ethnographie und bildende Kunst. In den letzten Jahren haben Kunst- und Kulturliebhaber stetig weitere Ausstellungsstätten eröffnet.

Trotz Corona seien im vergangenen Jahr auch 26 weitere private Museen eröffnet worden – die höchste Zahl, die jemals in der Türkei innerhalb eines Jahres zu verzeichnen war. Museen und archäologische Stätten hatten im Jahr 2019 mehr als 35 Millionen einheimische und ausländische Touristen als zahlende Gäste begrüßen können – im Jahr 2020 fast 9 Millionen.

Am 25. März 2020 präsentierte das türkische Kulturministerium zudem eine Lösung, um dem coronabedingten Ausbleiben von Besuchern gegensteuern zu können: So wurden aus dem gesamten Land 3D-Modelle von Museen und archäologischen Stätten kostenlos über www.sanalmuze.gov.tr online gestellt. Mit Erfolg: 12.529.246 Menschen besuchten im verhangenen Jahr virtuelle Museen in der Türkei.

Unter den virtuellen Angeboten befinden sich auch international berühmte Stätten wie Göbekli Tepe, das Troja-Museum, das Museum des Unabhängigkeitskrieges, Ephesus und das Museum der anatolischen Zivilisationen.

TRT Deutsch