Symbolbild: Düsseldorfer Schauspielhaus während der Sanierung im Jahr 2019 (DPA)

Die Möglichkeiten des Theaters sollten nach Ansicht des Parlamentarischen Staatssekretärs im Kulturministerium von Nordrhein-Westfalen, Klaus Kaiser, stärker für den Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus genutzt werden.

Zur Eröffnung eines bundesweiten Symposiums unter dem Titel „Initiativ werden für Demokratie - Politische Bildung und Theater gemeinsam!“ warb Kaiser am Dienstag im Schauspielhaus Düsseldorf für eine Zusammenarbeit beider Bereiche. Kurzfristige
Einmaleffekte seien nicht zu erwarten, vielmehr müsse eine Zusammenarbeit mittelfristig angelegt sein.

Seit 2018 fördert das Land Nordrhein-Westfalen Projekte, bei denen politische Bildung und
Theater zusammenarbeiten. Politischer Bildung und Theater sei gemein, dass sie vor dem
Hintergrund einer demokratiefreundlichen und weltoffenen Haltung die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen förderten, erklärten die Veranstalter der Tagung. „Darin liegt großes Potenzial, um Anfeindungen gegen unsere Demokratie entschieden entgegenzutreten“, sagte Kaiser.

Themen des eintägigen Symposiums waren unter anderem Erfahrungen mit Theaterprojekten etwa über die Duisburger Loveparade-Katastrophe vom Theater Moers, mit dem Projekt „Boat Memory“ des Theaters Mülheim/Ruhr über Flüchtlingsströme, dem Projekt über das „vergessene“ Konzentrationslager in der Uckermark oder das Theaterprojekt der Gruppe „Pierre Vers“ über die friedliche Übergabe der Stadt Düsseldorf im Zweiten Weltkrieg an US-Streitkräfte im Jahr 1945.

epd