Die Sultan-Ahmet-Moschee in Istanbul ist anlässlich des Mawlid-Festes mit Lampen dekoriert.

Muslime auf der ganzen Welt gedenken der Geburt des Propheten Mohammed unter Corona-Auflagen.

Das Mawlid-Fest wird alljährlich in vielen islamischen Ländern als „die Nacht der Geburt des Propheten Mohammed“ gefeiert. Dieses Jahr finden die Feierlichkeiten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag statt. In türkischsprachigen Ländern wird das Fest „Mevlid Kandili“ genannt, in der arabischen Welt hingegen als „Mawlid an-Nabi“ bezeichnet. In zahlreichen islamischen Ländern gilt der Tag als Staatsfeiertag.

Der Feiertag wird jährlich im dritten Monat des islamischen Mondkalenders in der 12. Nacht begangen. Moscheen werden mit Lampen und Kerzen dekoriert, da nach der islamischen Tradition der Prophet Mohammed als „Erleuchter“ gilt. Daher kommt auch die türkische Bezeichnung „kandil“ – das Wort stammt aus dem Arabischen und bedeutet „Kerze“ oder „Leuchter“.

Aufgrund der Pandemie findet dieses Jahr das nächtliche Mawlid-Fest unter besonderen Bedingungen statt. Während sich in den vergangenen Jahren Muslime in Moscheen versammelten, um aus dem Koran zu rezitieren und an religiösen Gesängen zu Ehren des Propheten Mohammed teilzunehmen, werden die Feierlichkeiten dieses Jahr eher digital abgehalten.

Mohammed gilt im Islam als Religionsstifter und letzter, allgemeingültiger Prophet. Traditionell spielen Geburtstage im Islam keine große Rolle. Seit dem späten Mittelalter gewann das Mawlid-Fest jedoch in der islamischen Welt zunehmend an Bedeutung und wird seither von den meisten Muslimen als Feiertag und heilige Nacht betrachtet.

TRT Deutsch