04.03.2023, Hamburg: Ein Passant mit Einkaufstüten geht in der Innenstadt durch eine Einkaufsstraße. / Foto: DPA (dpa)
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Wegen der hohen Inflation sind die Konsumausgaben der privaten Haushalte im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stiegen sie im Inland um 10,7 Prozent im Jahresvergleich, preisbereinigt stand ein Plus von 3,4 Prozent unter dem Strich. Die großen Differenzen spiegeln die hohen Preissteigerungen für die Privathaushalte wider, wie die Statistiker am Mittwoch mitteilten. Die Inflation lag 2022 bei 6,9 Prozent.

Neben den Preissteigerungen ist auch der Wegfall vieler Corona-Schutzmaßnahmen ein Grund für die höheren Ausgaben. So stiegen etwa die Ausgaben für Dienstleistungen, darunter für Gastronomie und Reisen, preisbereinigt um 8,3 Prozent.

Die Privathaushalte gaben außerdem 7,8 Prozent mehr Geld für Nahrungsmittel und Getränke aus - trotz eines gesunkenen Konsums um 4,4 Prozent. Dieser Effekt zeigt sich auch bei den Energieprodukten: Die Konsumausgaben für Strom stiegen um 19,3 Prozent und für Gas um 13,9 Prozent. Preisbereinigt sanken sie hingegen für Strom um 0,5 Prozent und für Gas um 26,4 Prozent. Wegen des wärmeren Wetters und aufgrund von Einsparmaßnahmen verbrauchten Privathaushalte also deutlich weniger Gas als im Vorjahr.

Die Konsumausgaben für Kraftstoffe stiegen um 29,8 Prozent und preisbereinigt um 1,4 Prozent.

AFP