Nach mehrtägigen Militäroperationen gegen Terrorgruppen in Aleppo hat die syrische Armee nach eigenen Angaben die Kontrolle über die gesamte Stadt wiedererlangt. Hintergrund ist eine Eskalation mit der YPG, die als syrischer Ableger der Terrororganisation PKK agiert.
Das Einsatzkommando der syrischen Streitkräfte rief die Zivilbevölkerung dazu auf, in ihren Häusern zu bleiben und diese vorerst nicht zu verlassen. Bewaffnete Elemente der YPG und der PKK hielten sich weiter unter Zivilisten verborgen, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SANA. Zivilisten könnten sich in Notfällen an die vor Ort eingesetzten Kräfte wenden oder verdächtige Personen melden.
Zuvor hatte das syrische Verteidigungsministerium erklärt, die bewaffneten Gruppen im Stadtteil Scheich Maksud hätten nur noch die Möglichkeit, sich umgehend mitsamt ihren Waffen dem nächstgelegenen Militärposten zu ergeben. Im Gegenzug werde der Schutz von Leben und persönlicher Sicherheit garantiert.
Die Armee habe mit Maßnahmen zur Wiederherstellung der staatlichen Kontrolle begonnen und werde gegen jede Person, die Schüsse abfeuert, entschlossen vorgehen. Ziel sei es, die Sicherheit und Stabilität in dem Gebiet zu gewährleisten und die Zivilbevölkerung zu schützen, hieß es weiter.
Nach Angaben von SANA verliefen die Einsätze unter schwierigen Bedingungen. Demnach nutzte die YPG Zivilisten als menschliche Schutzschilde und verschanzte sich in Wohnhäusern. Mehrere Mitglieder der Terrorgruppe seien festgenommen worden. Zudem seien bei Durchsuchungen schwere Waffen sichergestellt worden.
Die syrische Armee hatte bereits am Freitagabend mitgeteilt, die Operation in dem Stadtteil gestartet zu haben, nachdem alle Fristen für einen Rückzug der YPG aus dem Gebiet abgelaufen waren.














