UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat die Luftangriffe in der Golfregion und im Nahen Osten verurteilt und alle Parteien aufgefordert, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. „Ich verurteile die Militärschläge Israels und der Vereinigten Staaten von Amerika heute Morgen im gesamten Iran sowie die anschließenden Vergeltungsangriffe des Iran“, erklärte Türk am Samstag in Genf. Die Angriffe würden lediglich zu „Tod, Zerstörung und menschlichem Elend“ führen.
„Wie immer in jedem bewaffneten Konflikt sind es die Zivilisten, die letztlich den höchsten Preis zahlen“, betonte Türk. „Um diese schrecklichen Folgen für Zivilisten abzuwenden, rufe ich zu Zurückhaltung auf und appelliere an alle Parteien, zur Vernunft zu kommen, zu deeskalieren und an den Verhandlungstisch zurückzukehren, an dem sie noch vor einigen Stunden aktiv nach einer Lösung gesucht hatten.“
Angriffe inmitten neuer Verhandlungen über Irans Atomprogramm
Die Angriffe erfolgen inmitten neuer Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm. Einen Durchbruch hatte es bei den Gesprächen in Genf nicht gegeben.
Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran im Juni angriff und Hunderte Menschen tötete. Die USA schlossen sich den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Irans Luftstreitkräfte feuerten daraufhin ballistische Raketen als Vergeltungsschlag auf Israel.



















