Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat nach den tödlichen US-israelischen Luftangriffen gegen den Iran eine Reihe diplomatischer Gespräche geführt. Laut dem türkischen Außenministerium telefonierte Fidan am Samstag mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi sowie mit den Außenministern des Irak, Fuad Hussein, Ägyptens, Badr Abdelatty, und Indonesiens, Sugiono.
Im Mittelpunkt der Gespräche hätten die „jüngsten Entwicklungen in der Region“ sowie mögliche Schritte zur Beendigung der Angriffe gestanden, hieß es weiter. Ziel sei es gewesen, Wege zur Deeskalation auszuloten und eine weitere Ausweitung der militärischen Konfrontation zu verhindern.
Derweil berichteten am Samstag iranische Medien, dass bei einem israelischen Angriff auf eine Mädchenschule im Süden des Iran 40 Menschen getötet wurden. 45 weitere Menschen seien bei dem Angriff auf die Grundschule in Minab in der südiranischen Provinz Hormosgan nahe der Küste der strategisch wichtigen Straße von Hormus verletzt worden. Zuvor war unter Berufung auf lokale Behörden gemeldet worden, dass 24 Schulkinder getötet worden seien.
Angriffe inmitten neuer Verhandlungen über Irans Atomprogramm
Die Angriffe erfolgen inmitten neuer Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über das iranische Atomprogramm. Einen Durchbruch hatte es bei den Gesprächen in Genf nicht gegeben.
Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans Atomprogramm verhandelt, ehe Israel den Iran im Juni angriff und Hunderte Menschen tötete. Die USA schlossen sich den Luftangriffen an und bombardierten zentrale Atomanlagen. Irans Luftstreitkräfte feuerten daraufhin ballistische Raketen als Vergeltungsschlag auf Israel.






















